11.30 Uhr – Elfuhrdreißig? Das weiß ich!

Gottesdienste in der Bergkirche
Elfuhrdreißig?
Das weiß ich!

Und wussten Sie auch, dass ab Januar 2024 in der Bergkirche verlässlich jeden Sonntag um 11.30 Uhr Gottesdienst gefeiert wird?
Und dass Sie nun die Wahl haben? Denn in Wiesbaden haben bisher fast alle Gemeinden um 10 Uhr Gottesdienst gefeiert. Viele Zeitgenossen möchten sonntags aber auch einmal  ausschlafen und gemütlich mit der Familie frühstücken. Also, für die Frühaufsteher gibt`s weiterhin verlässlich um 10 Uhr morgens Gottesdienste in der Marktkirche, alle anderen haben ab Januar endlich eine Alternative: um 11.30 Uhr in der Bergkirche. Und wussten Sie eigentlich, dass Gott uns Menschen mit dem Gottesdienst dienen will? Es geht um ein Aufhören. Einmal in der Woche aufhören, zu lernen, zu arbeiten, Termine zu machen, sich zu stressen – eben all das zu tun, was den Alltag ausmacht! Damit aufhören und in diesem so wunderschönen Kirchraum einer anderen Welt begegnen. Aufhören auf das „Fürchtet Euch nicht!“ oder das „Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du!“ Kunst schauen vom 14.2. bis 3.3., sich ansprechen lassen von Worten zum Frieden und neue Hoffnung schöpfen.
Aufhören auf die wunderbare Musik, in die Lieder miteinstimmen, alte Texte und uralte Geschichten teilen. Sich ansprechen lassen als von Gott geliebter Mensch. Das verändert heilsam das eigene Weltverhältnis. Also mir tut das gut!
11.30 Uhr heißt auch: es ist halb zwölf! Also weder fünf vor noch fünf nach zwölf. Mit dieser Panikrhetorik sind wir täglich konfrontiert. Von den 3 Fünf-nach-Zwölf-Szenarien für unsere Erde lenken in Moment eigentlich nur die noch viel schrecklicheren Kriegsszenarien ab. Aber wussten Sie, dass es zu allen Zeiten Weltuntergangsängste gab? Seit gut 2000 Jahren ist eine andere Botschaft in der Welt. Das Evangelium von der Rettung der Welt. „Welt ging verloren, Christ ist geboren.“, singt wieder die Weihnachtsgemeinde und besinnt sich auf Gottes Verheißung
vom Frieden auf Erden und von der großen Freude. Dieses Evangelium, dass Gottes Liebe stärker ist als alle Gewalt und sogar der Tod, feiern wir jeden Sonntag und bedenken, was diese frohe Nachricht gerade hier und heute jeweils bedeuten könnte.
Ach, und wussten Sie, dass es nach jedem Gottesdienst ein Kirchenkaffee gibt und einmal im Monat ein Suppe-Essen? Sich begegnen, einander zuhören, das Leben teilen mit anderen Menschen – keine Kollegen, nicht die Familie, keine Klassenkameradinnen. Das ist sehr bereichernd. Übrigens ist die Gottesdienstgemeinde in der Bergkirche sehr bunt gemischt. Es sind „Alle“ eingeladen, so steht es auf dem Spruchband am Altar. Es kommen tatsächlich auch alle – alle Altersgruppen (für die Kinder gibt es eine eigene Kinderkapelle), alle Lebensformen, alle sozialen Gruppen von der Steingass bis zum Neroberg.
Nur, alle rund 2500 Gemeindemitglieder kommen nicht. Das könnten an manchen Sonntagen ein paar mehr sein, sagen die, denen die Gottesdienste so gut gefallen und so guttun, dass sie gar nicht verstehen, dass die 600 Plätze nicht jeden Sonntag besetzt sind. Oft wurde in der Vergangenheit dann vermutet: 10 Uhr ist halt sonntags auch echt früh! Aber das ist ja nun vorbei. Wieso? – Ach ab Januar 2024 Elfuhrdreißig? – Na klar, weiß ich!
Es grüßt Sie sehr herzlich
Ihr Pfarrer Helmut Peters

(Auszug aus unserem Gemeindebrief Weihnachten 2023)

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