Martin Niemöller (1892 – 1984) war ein Mensch mit vielen kantigen Facetten. Im ı. Weltkrieg wird er von Kaiser Wilhelm II gelobt, weil er als U-Boot-Kommandant feindliche Schiffe versenkt, in der Bundesrepublik wird Niemöller zum Pazifisten und entschiedenen Kämpfer gegen Wiederbewaffnung und atomare Aufrüstung. Als ‚persönlicher Gefangener‘ Adolf Hitlers verbringt er acht Jahre im Gefängnis und in Konzentrationslagern, Bundeskanzler Adenauer nennt ihn wenige Jahre später einen Landesverräter. Martin Niemöller eckt immer wieder an mit seiner frommen und trotzigen Haltung. Er sagt, dass er sein Tun und Lassen daran ausgerichtet hat, ‚was Jesus dazu sagen würde‘.
WELCH EIN LEBEN
EIN MUSIKALISCHES PORTRAIT ÜBER MARTIN NIEMÖLLER, KZ-HÄFTLING UND KIRCHENPRÄSIDENT
Siegfried Fietz und Helwig Wegner-Nord haben ein musikalisches Portrait dieses Mannes geschaffen. Es zeigt den Lebensweg Martin Niemöllers mit allen Brechungen und Fragestellungen als Impuls für aktuelle gesellschaftliche Debatten zwischen Nationalismen und Globalisierung, Migration und Militarismus. 35 Jahre nach seinem Tod gewinnt seine Haltung erneut eine ungeahnte Brisanz.






